Hinweise über übliche Behandlungsabläufe in homöopathischen Praxen
-Vor dem Behandlungsbeginn werden Sie über die Kosten aufgeklärt. Vorauszahlungen sind nicht üblich und können ein Hinweis darauf, dass der Betreffende "ganz eigene Vorstellungen " über Seriosität hat. (Die Kosten der Behandlungen bewegen sich meist im Bereich der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), bzw. Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH), können aber auch deutlich davon abweichen. Höhere Behandlungskosten sind dabei kein Indikator für die Qualität der Therapie.)
- Die Fallaufnahme (Anamnese) dauert bei Erwachsenen minimal 1,5 Stunden. In der Regel sind es 2 - 3 Stunden, die hierfür benötigt werden. Es werden dabei Informationen über die Erkrankungen der Eltern/Großeltern, eigene Vorerkrankungen, sowie das akute Beschwerdebild zusammengetragen und schriftlich festgehalten. Behandler, die keine, oder nur wenig Notizen machen, betreiben keine solide Homöopathie.
- Bei der Behandlung chronischer Krankheiten liegt zwischen den einzelnen Konsultationen ein mehrwöchiger Abstand. Bei den Folgeterminen werden nur noch die Veränderungen der Symptome besprochen, was eine Gesprächsdauer zwischen fünf und dreissig Minuten bedeutet.
- Was bei anderen Therapieverfahren die technische Geräte sind, ist bei den Homöopathen die Literatur. Die komplexen Prozesse einer Arzneimittelfindung sind oft nur mit Hilfe mehrerer Nachschlagewerke möglich. Es kommt daher häufiger vor, dass eine Verordnung nicht während des Patientengespräches möglich ist. Dies trifft besonders bei chronischen Krankheiten zu. Sie werden dann von Ihrem Homöopathen nach erfolgter Auswertung (1-2 Tagen) angerufen und über die Arzneiwahl informiert.
- Technische Geräte mit denen etwas ausgetestet wird, sind nicht Bestandteil der "klassischen Homöopathie". Dabei ist es unerheblich, ob Pendel, Wünschelruten oder elektronische Geräte zum Einsatz kommen.
- Homöopathen verschreiben in der Regel ausschließlich einzelne Arzneien. Bei schweren Krankheitsprozessen kann es auch einmal dazu kommen, dass eine zweite Arznei gleichzeitig verordnet wird.
- Über die Regeln der Einnahme der Arznei werden Sie ausführlich aufgeklärt. Dazu gehören auch Informationen über Lebensmittel oder Einflüsse, die für die Dauer der Einnahme gemieden werden sollten. Ebenso werden Sie über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt.
- Für den Fall, das während der chronischen Behandlung eine akute Erkrankung auftritt, steht Ihnen Ihr Homöopath ebenfalls zur Verfügung. (Die Homöopathie kann bei akuten Erkrankungen ebenso viel leisten wie bei chronischen Krankheitsprozessen.
Hinweise über Behandlungs-abläufe in meiner Praxis
-Die Kosten für eine Erstanamnese für Erwachsene betragen in der Regel zwischen 160 - 240 Euro. Die Erstanamnese bei Kindern kostet zwischen 80 und 160 Euro. (Stand 12.2008)
-Weitere Konsultationen werden ebenfalls nach Zeitaufwand abgerechnet. Die Behandlungsabstände betragen meist 4 - 6 Wochen. Längere Telefonate müssen ebenfalls in Rechnung gestellt werden.
-Die Fallaufnahme dauert meist 2 - 3 Stunden, bei komplexen Krankheitsprozessen auch manchmal mehr. Die Anamnese bei Kinder dauert ca. 1 - 2 Stunden.
-Die Verordnung bei akuten Beschwerden erfolgt in der Regel während des Anamnesetermins. Bei chronischen Beschwerden ist es möglich, dass aufgrund der Komplexität der Auswertung die Verordnung erst am Folgetag des Anamnesetermins gemacht werden kann.
-Ausgetestet wird in meiner Praxis nichts. Die Grundlage meiner Arbeit sind die Angaben meiner Patienten, die Daten der klinischen Untersuchung, Blutbild, Röntgenaufnahmen, usw.
-Für die Verschreibung von Komplexmitteln ist mein Kopf zu klein. Darum verschreibe ich nur Einzelmittel - in seltenen Fällen auch mal zwei Arzneien - mehr nicht, weil mir sonst eine solide Verlaufsbeurteilung nicht möglich ist.
-Über die Einnahmeintervalle, sowie begleitende Maßnahmen werden Sie von mir informiert.
-Treten während einer chronischen Kur akute Beschwerden auf, stehe ich auch bei solchen Krankheiten meinen Patienten zur Verfügung.