Was hat es mit den "Verdünnungen" auf sich?


Hahnemann musste bei der Behandlung seiner Kranken erfahren, dass sie z.T. sehr empfindlich auf die Arzneien reagierten, die er (nach dem Ähnlichkeitsgesetz gewählt,) ihnen verordnete. Sie erfuhren häufig schwerwiegende Verschlimmerungen.


Daraus zog Hahnemann den Schluss, dass er die Arznei in einer niedrigeren Verdünnung

geben sollte. Er arbeitete ca. 20 Jahre lang mit den rohen Arzneien, bevor er seine zweite

große Entdeckung, die Potenzierung machte.


Auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Arzneien sanfter, nebenwirkungsärmer und gleichzeitig heilkräftig zu erhalten, entwickelte er eine Methode, bei der er die Arzneien zunächst in Schritten von je 1:100 verdünnte und anschließend schüttelte. Durch dieses stufenweise Vorgehen kam er innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes zu sehr hohen "Verdünnungen". Er machte mit diesen neuen Arzneien ausgiebig Experimente und entdeckte, dass die Intensität und Häufigkeit des Schüttelns der Arzneien einen Einfluss auf die Wirksamkeit der Mittel hatte.


Seine Beobachtung war, dass diese verdünnten und verschüttelten Arzneien zunehmend heilkräftiger wurden, während ihre Giftigkeit mit jedem Verdünnungs- und Verschüttelungsvorgang immer weiter abnahm. Aus diesem Grunde nannte er den Herstellungsprozess "Potenzierung"


Potentia (lat.) = fähig machen

Potenzierung = kräftig machen, kraftvoll machen.


Hahnemann entwickelte verschiedene Varianten dieses Verfahrens und auch seine Nachfolger forschten auf diesem Gebiet weiter.


Heute gebräuchlich sind Arzneien, die

a) in Verdünnungsschritten von 1:10 potenziert sind (D-Potenzen)

b) in Verdünnungsschritten von 1:100 potenziert sind (C-Potenzen)

  1. c)die LM-Potenzen (auch Q-Potenzen genannt), die drei mal in Schritten von 1:100 potenziert sind und ab dieser Stufe in Schritten von jeweils 1:50.000 weiter potenziert sind.


An die Herstellung dieser Arzneien sind bestimmte Bedingungen geknüpft, die im Homöopathischen Arzneibuch beschrieben sind.



Muss man an die Wirkung der Mittel glauben?